Nachtflug mit Corendon A350 von Curaçao nach Amsterdam
Lesedauer


Nachtflug mit Corendon A350 von Curaçao nach Amsterdam
Nachtflug mit Corendon A350 von Curaçao nach Amsterdam – Und da war sie auch schon vorbei, unsere Pressereise. Immerhin bekamen wir noch drei zusätzliche Stunden auf der Insel. Unser Flugzeug war bereits in Amsterdam mit zwei Stunden und 45 Minuten Verspätung gestartet, sodass wir erst später zum Flughafen mussten. Gut, wenn man mit der Airline auf Pressereise ist und alles durchorganisiert wird.
Wie auf dem Hinflug sollte uns ein Airbus A350 von World2Fly im Auftrag von Corendon Dutch Airlines von Curaçao nach Amsterdam bringen.

Check-in am Flughafen Curaçao
Der Check-in am Flughafen Curaçao ging sehr schnell. Die meisten Passagiere waren bereits im Terminal, sodass unsere Reisegruppe die Schalter für sich hatte. Nach weniger als fünf Minuten waren die Koffer abgegeben und ich hielt meine Bordkarte in der Hand. Auch die Ausreisekontrolle und der Weg zur Sicherheitskontrolle dauerten nur etwa fünf Minuten. Am Schalter ließ ich mir noch einen Stempel in den Reisepass geben. Wer nett fragt, bekommt oft auch eine nette Antwort. In meinem Fall: „Yes, Sir, no problem.“
Mit meinem Priority Pass konnte ich noch die Lounge am Flughafen nutzen. Den Bericht dazu verlinke ich hier, sobald er fertig ist:
Link folgt
Und dann hieß es warten und warten. Unser Flug hatte inzwischen drei Stunden Verspätung. Die Lounge schloss trotzdem pünktlich um 21 Uhr, obwohl sowohl unser Flug als auch ein TUI-Flug nach Amsterdam verspätet waren.
Boarding und erster Eindruck vom Airbus A350

Das Boarding verlief zunächst eher unstrukturiert. Viele Passagiere drängten zum Gate, unabhängig davon, welche Gruppe gerade aufgerufen wurde. Die Mitarbeiter des Flughafens in Willemstad kontrollierten dennoch, wer bereits boarden durfte.
Als wir an der Reihe waren, mussten wir in der Fluggastbrücke noch einmal warten. Die Passagiere wurden in kleineren Gruppen ins Flugzeug gelassen, um den Ablauf etwas geordneter zu gestalten. Das klappte ganz gut: An Bord war es weniger hektisch und jeder konnte seine Sachen in Ruhe am Sitz oder in den Gepäckfächern verstauen.
Der A350 hatte wieder eine reine Economy-Class-Kabine mit einer 3-3-3-Bestuhlung, aufgeteilt in zwei Bereiche. Vorne befand sich der Adults-only-Bereich. Die ersten fünf Reihen boten gegen Aufpreis mehr Beinfreiheit und einen erweiterten Service. Dahinter folgte der reguläre Economy-Class-Bereich.
Wie auf dem Hinflug hatte mir Corendon Airlines einen Gangplatz im mittleren Sitzblock zugewiesen. Für den Nachtflug war das okay. Ich bevorzuge allerdings einen Fensterplatz und versuche deshalb normalerweise, früh einzuchecken oder mir den gewünschten Platz gegen Gebühr zu reservieren. Diese Möglichkeit hatte ich auf der Pressereise nicht.
Sitze und Service im Corendon A350 auf dem Nachtflug


Die Economy-Class-Sitze waren angenehm und ließen sich etwas zurücklehnen. Dabei schob sich die Sitzfläche nach vorne, während sich die Rückenlehne nach hinten neigte. So verlor der Passagier dahinter nach meinem Eindruck nicht allzu viel Platz. Trotzdem würde ich das Zurücklehnen kurz mit ihm absprechen. Zu den Mahlzeiten gehört die Rückenlehne wieder in die aufrechte Position, damit der Tisch dahinter gut genutzt werden kann.
Für die Flugzeit von knapp neuneinhalb Stunden waren die Sitze recht bequem. Die Kopfstütze ließ sich auch für größere Passagiere weit genug nach oben schieben. Ihre Seitenteile konnte man an den Kopf anpassen.

An jedem Platz lagen ein Kissen und eine gemütliche Decke bereit. Später wurden außerdem Schlafmasken, Ohrstöpsel und Kopfhörer für das Bordunterhaltungssystem verteilt. Für einen Nachtflug in einer reinen Economy-Class-Kabine fand ich diese Ausstattung gut.
Kurz nach dem Start wurden uns ein Getränk und ein Snack zur Auswahl angeboten. Da sagt man doch nicht nein.

Mit drei Stunden Verspätung waren wir mitten in der Nacht gestartet. Vaarwel, Curaçao!
Abendessen nach dem Start

Etwa eine Stunde nach dem Start verteilte die Crew einen warmen Snack. Es gab ein Pizzastück sowie zwei weitere Snacks, einen salzigen und einen süßen. Dazu wurden die üblichen Getränke angeboten.
Vor dem Schlafengehen war der warme Snack eine gute Option. Laut Durchsage der Crew sollte das Frühstück etwa anderthalb Stunden vor der Landung folgen.
Wer nachts etwas trinken wollte, musste die Crew über die Ruftaste rufen. Zusätzliche Getränkerunden, etwa mit Wassergläsern auf einem Tablett oder mit Wasserflaschen, gab es während der Nacht nicht.
Kabine, Beleuchtung und Ruhe während der Nacht

Nach dem Start wurde die Kabine abgedunkelt. An der Decke sorgte eine wechselnde Beleuchtung für eine angenehme Stimmung.
Für den Service wurde es noch einmal etwas heller, danach bereitete die Crew die Kabine auf die Nachtruhe vor. Sie bat die Passagiere auch, die Fensterblenden zu schließen. Da wir der aufgehenden Sonne entgegenflogen, wäre es sonst früh wieder hell geworden.
Die Lautstärke in der Kabine empfand ich als angenehm. Man konnte sich gut unterhalten, und mit der Zeit wurde es auch unter den Passagieren ruhiger, weil die meisten schlafen wollten. Wer zusätzliche Ruhe brauchte, konnte die ausgegebenen Ohrstöpsel nutzen. Ich nahm meine eigenen Kopfhörer und schlief mit Musik auf den Ohren ein.
Aber wie gut kann man im Corendon A350 schlafen?

Durchgeschlafen habe ich leider nicht. Ich konnte meinen Kopf nicht richtig anlehnen und wachte immer wieder auf. Da fehlte mir die Kabinenwand am Fensterplatz oder ein vertrauter Mitreisender, an den ich mich hätte anlehnen können.
Mit Kissen und Decke konnte ich es mir auf meinem Platz immerhin gemütlich machen. Wer zu dritt reist und eine ganze Reihe für sich hat, kann sich vermutlich etwas besser einrichten.
Ich muss allerdings dazusagen, dass ich auf Flügen generell schlecht schlafe, selbst auf langen Nachtflügen. Meine Erfahrung ist deshalb nicht unbedingt repräsentativ. Soweit ich es mitbekam, schliefen viele andere Passagiere deutlich besser.
Frühstück vor Ankunft in Amsterdam

Schon kurz nach dem Start hatte die Crew das Frühstück für etwa anderthalb Stunden vor der Landung angekündigt. Tatsächlich wurde es ungefähr eine Stunde vor der Ankunft serviert.
In der Frühstücksbox lagen ein Brötchen, Aufschnitt, ein Cookie und ein Dessert. Geschmacklich war das ganz okay, nach dem langen Flug aber nicht besonders viel. Schade, da hatte ich mir etwas mehr erhofft.
Dazu gab es heißen Kaffee und Saft. Zum Kaffee wurde allerdings nur Kaffeeweißer angeboten, keine Milch. Das war auf dem Hinflug noch anders gewesen. Nach dem Essen begann schon der Landeanflug auf den Flughafen Schiphol in Amsterdam.
Fazit: Unser Corendon-Nachtflug von Curaçao nach Amsterdam
Der Flug von Curaçao nach Amsterdam im A350 war insgesamt angenehm. Die Verspätung war zwar ärgerlich, dafür hatten wir drei Stunden mehr Zeit auf der schönen Insel.
Beim Service blieb für mich allerdings Luft nach oben. Auf dem fast zehnstündigen Flug waren mir die Portionen zu klein und die Getränkerunden zu selten. Das fühlte sich eher nach „Economy Class light“ an. Dafür saßen wir recht bequem in einem modernen Flugzeug. Wer mehr Komfort oder eine andere Verpflegung möchte, sollte vor der Buchung prüfen, welche Sitzplätze und Menüs sich gegen Aufpreis reservieren lassen.
Auf der neuen Strecke Düsseldorf–Curaçao ist ein anderes Angebot vorgesehen. Die Verbindung soll am 14. Dezember 2026 starten und zunächst bis April 2027 angeboten werden. Angekündigt sind Business Class, Economy Plus und Economy Class. Wie sich der Service dort im Alltag schlägt, bleibt abzuwarten.
FAQ – Mit Corendon Airlines
Was erwartet mich auf dem Corendon-Nachtflug von Curaçao nach Amsterdam?
Auf unserem Rückflug kam ein Airbus A350 von World2Fly im Auftrag von Corendon Dutch Airlines zum Einsatz. Die Flugzeit betrug knapp neuneinhalb Stunden. Wir saßen in der Economy Class und bekamen unter anderem ein Kissen, eine Decke, eine Schlafmaske und Ohrstöpsel.
Wie waren die Kabine und der Sitzkomfort im A350?
Unser A350 hatte eine reine Economy-Class-Kabine mit einer 3-3-3-Bestuhlung. Die Sitze empfand ich für die Flugdauer als recht bequem. Vorne gab es einen Adults-only-Bereich mit verschiedenen kostenpflichtigen Sitzplatzoptionen.
Welche Verpflegung gab es auf dem Nachtflug?
Etwa eine Stunde nach dem Start gab es ein Pizzastück sowie einen salzigen und einen süßen Snack. Vor der Landung wurde eine Frühstücksbox serviert. Die Portionen fand ich eher klein. Wer während der Nacht etwas trinken wollte, musste die Crew rufen.
Lohnt sich der Flug mit Corendon nach Curaçao?
Der Flug war für mich insgesamt angenehm, beim Service und bei der Menge des Essens blieben allerdings Wünsche offen. Da ich im Rahmen einer Pressereise unterwegs war, liefert dieser Bericht keinen Vergleich selbst gebuchter Flugpreise. Entscheidend ist, welcher Preis und welche Leistungen für die eigene Buchung angeboten werden.
Wie viel Verspätung hatte unser Rückflug?
Unser Abflug verzögerte sich um etwa drei Stunden, weil die Maschine bereits verspätet aus Amsterdam gekommen war. Daraus lässt sich keine allgemeine Aussage zur Pünktlichkeit der Verbindung ableiten. Für Anschlussverbindungen würde ich ausreichend Zeit einplanen.
Was würde ich für den Nachtflug empfehlen?
Ich würde nach Möglichkeit einen Fensterplatz wählen, um den Kopf besser anlehnen zu können. Eigene Kopfhörer waren für mich hilfreich. Kissen, Decke, Schlafmaske und Ohrstöpsel wurden auf unserem Flug bereitgestellt. Wer Wert auf einen bestimmten Sitzplatz oder ein anderes Menü legt, sollte die buchbaren Extras vorab prüfen.



