Airbus Werksführung Hamburg Finkenwerder

Wenn man mal in Hamburg oder Umgebung ist und Interesse an Flugzeugen hat, dann sollte man das Airbus Werk Finkenwerder besuchen gehen. Wenn man dann noch an der Fertigung interessiert ist, dann ist Werksführung genau das richtige. Die Airbus Werksführung Hamburg Finkenwerder.

Buchung – Airbus Werksführung Hamburg Finkenwerder

Ein Ticket für eine Werksführung lässt sich gang einfach buchen. Man geht auf die Seite von Globetrotter Werksführung und bucht sich für den passenden Termin eine Tour. Das geht als Einzelperson oder Gruppenbuchung. Dann erhält man die Bestätigungsmail und das war es auch schon.
Der Preis für ein Ticket beträgt 23,50€ und ist entweder sofort zu bezahlen oder per Überweisung bis zu einer entsprechenden Frist gem. Email.

Check In zur Airbus Werksführung Hamburg Finkenwerder

Check In Werksführung

Man sollte sich 30min vor dem Start der Führung am Treffpunkt einfinden. Das ist einfach zu finden. Das Osttor bei google.maps eingeben und schon gelangt man dorthin. Einen Parkplatz zu finden ist da schon etwas schwieriger, wenn viel los ist. Die wenigen Parkplätze vor dem Gebäude sind schnell weg und der Besucherparkplatz ist nur für max. 30min. Aber drumherum gibt es genug. Daher fahrt recht frühzeitig hier an, sonst artet es nachher in Stress aus oder ihr kommt generell zu spät.

Für das einchecken daran denken, dass man seinen Personalausweis oder Reispass vorzeigen muss. Andere Dokumente werden nicht akzeptiert. Dann erhält man noch einen Kopfhörer und Übertragungsgerät für die Tour, da man sonst den Guide nicht ständig verstehen würde.

Dauer der Tour wird ca. 2,5 Stunden betragen. Essen ist generell verboten, Getränke nur in verschließbaren Flaschen und keine Dosen. Alkohol ist auch komplett verboten.

Die Tour – Airbus Werksführung Hamburg Finkenwerder

Hamburg Finkenwerder Airbus Werksführung - Einfahrt

Leider ist es auf der kompletten Tour untersagt Fotos zu machen. Trotz Anfrage bei Airbus blieb mir das vergönnt. Daher kommen ab hier erstmal nur offizielle Fotos von Airbus im Artikel vor.

HINWEIS

Die Tour wird mit einem Bus durchgeführt. Logisch bei der Größe des Standortes. D.h. aber auch nur, dass man von Punkt zu Punkt gefahren wird.

Zuerst bekamen wir einen 10 minütigen Film über Airbus vorgeführt, der aufzeigt, wie europäisch das Unternehmen doch aufgebaut ist. Von den Festigungen in England, Spanien, Frankreich und Deutschland. England – Flügel. Spanien – Heck mit Hilfsturbine, – Frankreich – Cockpit, Deutschland – der Rest.

Danach gab es eine Einweisung in die Produktpalette und weiter ging es.

Produktionshalle – Airbus Werksführung Hamburg Finkenwerder

Hamburg Finkenwerder Airbus Werksführung
Quelle: Airbus

Der erste richtig interessante Teil der Führung war nun der Gang durch die Produktionshalle. Ich konnte nun einmal sehen, wie aus den einzelnen Teilen ein Flugzeug zusammengebaut wird.

Produktionshalle für A320 und A321

Hamburg Finkenwerder Airbus Werksführung

Zu sehen waren hier A321neo von Turkish Airlines und Lufthansa, A320neo von Hawaiian Airlines, Air Seychelles und Air New Zeeland.

Es dauert ca. 1 Jahr bis eine A320 fertig gebaut ist und auslieferungsfähig ist. Übergeben werden nur Flugzeuge, die komplett bezahlt sind und es werden auch keine Flugzeuge auf Halde gebaut. Alle in Flugzeuge, die sich in Produktion befinden, sind bestellt worden.

Hamburg Finkenwerder Airbus Werksführung
Quelle: Airbus

Wir gingen durch die Halle und konnten auch sehen, wie z.B. das Cockpitteil, welches in Frankreich gebaut wird, mit dem Rumpf verbunden wird.

Dann ging es mit dem Bus weiter zu einer neuen Fertigungshalle.

Fertigungshalle A320 Familie in Hamburg

Hamburg Finkenwerder Airbus Werksführung
Quelle: Airbus

In der vorherigen Produktionshalle stand alles kreuz und quer und man hat das Gefühl gemacht, dort wurde wirklich jeder noch so kleine Platz ausgenutzt. Hier wird ein Airbus hinter dem anderen gebaut.

Interessant ist, so steril wie es auf diesen offiziellen Fotos aussieht, ist es auch in Wirklichkeit. Man sagte uns, dass dort regelmäßig ein Reinigungswagen/-trupp durchgeht.

A330 Rumpf – Airbus Werksführung Hamburg Finkenwerder

Hamburg Finkenwerder Airbus Werksführung
Quelle: Airbus

Neben dem Hauptzweig des A320 wird auch hier an der A330 gearbeitet. Der sog. A330 Fuselage, also der Rumpf der A330, wird hier in Hamburg bearbeitet. Wenn ich das richtig verstanden habe, nicht nur für die alten Modelle -200 und -300, auch das neue A330-900neo Modell bzw. der Rumpf wird hier gebaut.

Dann gehen die Fuselage auf die Reise in Richtung Frankreich. Denn nur in Toulouse werden die Langstreckenflugzeuge von Airbus zusammen gebaut und erprobt. Egal ob A330, A350 oder A380.

A380 Halle – Airbus Werksführung Hamburg Finkenwerder

Noch gibt es ihn und noch wird er gebaut. Es ist zwar in 2 Jahren vorbei mit der Ära, aber solange werden noch die letzten A380 gebaut. Bauzeit beträgt ca. 3 Jahre für dieses Flugzeug. In Hamburg stehen mit Datum 26.06.19 -2- A380 von Emirates am Delivery Center zur Abholung bereit

In Hamburg werden arbeiten an der Inneneinrichtung vorgenommen und das Flugzeug wird hier lackiert. Da aber natürlich nicht mehr genug A380 produziert werden und die Lackierhalle leer stehen würde, fliegen hier mittlerweile die A350-900 und A350-1000 nach Hamburg ein und werden hier lackiert. Pro Jahr sollen es ca. 25 sein.

Die A380 Produktionshalle wird mittlerweile auch für die Endabnahme der A320 Familie genutzt, denn hierfür liegen noch 7000 Bestellungen vor und da wird keine Halle leer gelassen.

Und nach dieser Halle waren wir auch durch mit der Hamburg Finkenwerder Airbus Werksführung. Eine kleine Runde drehten wir noch und dann wurden wir wieder zum Tor gebracht und verabschiedet.

Aussichtsplattform – Airbus Nestor Nord

Hat man vor oder nach einer Tour noch ein wenig Zeit, kann man zu der gut 2 Autominuten entfernen Aussichtsplattform fahren und dort das Treiben auf dem Werksflughafen von Airbus begutachten.

Hamburg Finkenwerder Airbus Werksführung

Interessant ist, dass die Plattform direkt neben dem Eingang zum A320 Delivery Center liegt. Flugzeuge kann man hier also immer bestaunen. Erkennen konnte ich aber nur eine Maschine der Avianca.

Als ich vor der Tour hier ankam, landete kurze Zeit später eine A320ceo der Chongqing Airlines von einem Testflug.

Ich hatte aber dennoch Glück an diesem Tag, denn kurz bevor ich zur Werksführung ausbrach, startete noch eine Beluga von Airbus aus in Richtung Großbritannien. Zur Mittagszeit war der Mond schon zu sehen und die Beluga hob perfekt in den Himmel ab.

Uns wurde auf der Tour gesagt, dass der Beluga min. 5x am Tag hier landet und startet. Dazu kommen tägliche Testflüge mit dem A320 und ab und an auch A380. Wenn man viel Glück hat, oder vorher im Netz oder diversen Apps schaut, dann kann man auch einen A350 aus Toulouse zum lackieren hier beobachten.

Für Spotter ist das der perfekte Ort, denn man hat eine sehr gute Sicht auf das gesamte Gelände und auf die Start- und Landebahn.

Zwischen den beiden Toren gibt es noch einen Abstellplatz für A320 Modelle. Dort kann man auch das ein oder andere gute Stück erspähen.

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