New York Kurztrip: Collage aus Times Square, Freiheitsstatue und Skyline bei Tag und Nacht

New York Kurztrip: Unsere erste Reise nach Manhattan

20. April 2016 0 Von Sebastian Krettek

Unser erster New York Kurztrip war laut, voll und ziemlich überwältigend. Zwischen Times Square, Empire State Building und einer Bootstour zur Freiheitsstatue haben wir ständig nach oben geschaut – und wahrscheinlich viel zu viele Fotos gemacht. Vor der Weiterreise nach Orlando hatten wir nur einen kurzen Aufenthalt in der Stadt. Trotzdem war schnell klar, warum New York so viele Menschen begeistert.

Hier findest du unsere Erlebnisse dieser ersten Reise zusammengefasst: die bekannten Aussichtspunkte, ruhigere Momente am 9/11 Memorial und im Central Park, aber auch Regen, Jetlag und spontane Zwischenstopps. Die Fotos stammen aus den ursprünglichen drei Reiseberichten.

Dieser persönliche Rückblick wurde ursprünglich im April 2016 veröffentlicht. Beschriebene Sperrungen, Passleistungen und Abläufe beziehen sich auf unseren damaligen Besuch.

Ankommen in Manhattan: plötzlich ist alles riesig

Da waren wir nun. New York City. Nach unserem ersten Flug über den großen Teich waren wir ziemlich erledigt. So lange waren wir bis dahin noch nie geflogen. Aber im Hotel bleiben? Dafür war die Neugier dann doch zu groß. Nach dem Einchecken wollten wir erst einmal herausfinden, wo wir eigentlich gelandet waren. Auf Google Maps sieht schließlich alles etwas übersichtlicher aus als zwischen diesen Häusern.

Unser erster Spaziergang führte uns zu einem Pier in der Nähe des Hotels. Ich konnte meinen Kopf kaum senken. Überall ging es nach oben, und selbst die Gebäude, die auf Fotos noch ganz normal gewirkt hatten, waren plötzlich riesig. Ein paar Blöcke laufen, stehen bleiben, wieder nach oben schauen. So ungefähr sah unser Einstieg in New York aus.

Dazu die gelben Taxis, die vielen Menschen und dieser Lärm. Es war unglaublich viel auf einmal. Über die 42nd Street zog es uns weiter Richtung Times Square. Den wollten wir unbedingt noch bei Tageslicht sehen, bevor der Jetlag endgültig gewann.

Times Square: tagsüber beeindruckend, nachts noch einmal anders

Schon unser erster Besuch am Times Square war völlig überwältigend. Wohin man auch schaute: Werbetafeln, Bildschirme und Lichtreklame. Im Grunde ist dieser ganze Platz eine einzige Werbung. Und trotzdem standen wir da und konnten uns kaum sattsehen.

Für den Ankunftsabend reichte das dann aber auch. Die Müdigkeit war stärker als unser Entdeckerdrang, und wir gingen zurück zum Hotel. Wir hatten noch einiges vor und wollten den Times Square ohnehin ein weiteres Mal im Dunkeln erleben.

Dieser zweite Eindruck war tatsächlich noch einmal anders. Nach unserem Besuch auf dem Rockefeller Center kamen wir wieder hierher. Die leuchtenden Fassaden, die Menschenmengen und die Geräusche passten plötzlich noch stärker zu dem New York, das man aus Filmen kennt. Es war voll, laut und anstrengend. Aber genau hier wollten wir in diesem Moment sein. Wir blieben einfach eine Weile stehen und ließen alles auf uns wirken.

Empire State Building: New York zum ersten Mal von oben

Bevor wir New York von oben sehen konnten, bekamen wir die Stadt erst einmal ziemlich nass zu spüren. Auf dem kurzen Weg zum Frühstück erwischte uns kräftiger Regen. Also zurück ins Hotel, trockene Sachen anziehen und warten. Nach ungefähr einer Stunde konnten wir unseren Plan wieder aufnehmen.

Am Times Square lösten wir bei Gray Line unseren Gutschein für den Hop-on-Hop-off-Bus ein. Wir hatten damals den New York Pass dabei und nutzten ihn bei mehreren Stationen dieser Reise. Welche Leistungen heute enthalten sind, lässt sich daraus natürlich nicht ableiten. Für uns war der Bus vor allem praktisch, um bei diesem ersten Besuch einen Überblick zu bekommen.

Vorbei an Macy’s ging es zum Empire State Building. Schon der Eingangsbereich hat mir gefallen. Mit unserem Pass kamen wir bei diesem Besuch recht zügig weiter, während andere von deutlich längeren Wartezeiten erzählten. Oben war der Himmel zwar bewölkt, aber wir konnten trotzdem über die Stadt schauen.

Und dann standen wir dort zwischen all den Hochhäusern, nur eben deutlich weiter oben. Die Straßen wirkten plötzlich viel geordneter als unten auf dem Gehweg. Wir gingen von einer Seite zur anderen und nahmen uns Zeit für die unterschiedlichen Ausblicke. Sonnenschein wäre schön gewesen, klar. Begeistert waren wir trotzdem.

9/11 Memorial: ein stiller Moment mitten in der Stadt

Mit dem Bus fuhren wir weiter nach Downtown. Schon unterwegs hätten wir am liebsten an mehreren Stellen angehalten. Für unseren kurzen Aufenthalt hatten wir uns allerdings ziemlich viel vorgenommen. Ein Ort war uns besonders wichtig: das 9/11 Memorial.

Bei unserem damaligen Besuch wurde rundherum noch gebaut. Auch die Sicherheitskontrollen sind mir in Erinnerung geblieben. Danach standen wir an den großen Wasserbecken, die an den Standorten der ehemaligen Zwillingstürme liegen. Rundherum die Namen der Opfer.

Dieser Besuch fühlte sich völlig anders an als die übrigen Stationen. Kurz zuvor hatten wir noch begeistert auf die Skyline geschaut, jetzt waren wir vor allem still. Bilder aus dem Fernsehen kennt man. An diesem Ort zu stehen, hat bei uns trotzdem noch einmal etwas anderes ausgelöst. Besonders der Survivor Tree blieb mir im Kopf. Zwischen den Wasserbecken und den Baustellen war dieser Baum für mich ein sehr berührendes Detail.

Battery Park und Brooklyn Bridge: unterwegs durch Downtown

Auch am Battery Park waren während unserer Reise noch Spuren der Sturmschäden und Arbeiten zu sehen. Das gehört zu unseren damaligen Eindrücken dazu, beschreibt aber natürlich nicht den heutigen Zustand. Für uns war es eine weitere Perspektive auf den Süden Manhattans, bevor es zur Brooklyn Bridge ging.

Die Brücke wollten wir unbedingt zu Fuß erleben. Zwischen den Seilen und den steinernen Türmen zu stehen, war schon etwas Besonderes. Dazu kamen immer wieder diese Blicke auf die Stadt. Wir blieben entsprechend oft stehen und fotografierten.

Ganz bis nach Brooklyn liefen wir bei diesem Besuch allerdings nicht. Etwa auf halber Strecke drehten wir um, weil noch weitere Stationen auf unserem Plan standen. Rückblickend merkt man daran ganz gut, wie viel wir in diesen Kurztrip packen wollten. Für einen gemütlichen Spaziergang über die gesamte Brücke hätte es etwas mehr Luft gebraucht.

Top of the Rock: die Skyline bei Nacht

Zum Rockefeller Center kamen wir am Abend. Mit Top of the Rock hatten wir uns bewusst noch einen zweiten Blick von oben vorgenommen. Nach dem Empire State Building bei Tageslicht wollten wir sehen, wie die Stadt nach Einbruch der Dunkelheit wirkt.

Überall leuchteten Fenster, Straßen und Gebäude. Selbst den hellen Bereich rund um den Times Square konnte man von oben erkennen. Diese vielen Lichter haben mich sofort gepackt. Das war ein ganz anderer Eindruck als die bewölkte Aussicht vom Empire State Building.

Für uns haben sich die beiden Besuche deshalb gut ergänzt. Tagsüber konnten wir uns besser orientieren und die Gebäude betrachten. Nachts ging es für mich vor allem um die Atmosphäre. Danach zog es uns noch einmal mitten hinein ins Licht am Times Square.

Bootstour zur Freiheitsstatue und ein spontaner Museumsbesuch

Auch vor unserer Bootstour regnete es erst einmal. Wir warteten das schlechte Wetter ab und machten uns dann auf den Weg zum Pier am Hudson. Dort erfuhren wir, dass bis zur Abfahrt noch ungefähr anderthalb Stunden Zeit waren. Direkt in der Nähe lag ein Flugzeugträgermuseum. Mit unserem damaligen Pass konnten wir hinein, also machten wir aus der Wartezeit einen spontanen Besuch.

Eigentlich hatte ich das gar nicht auf dem Zettel. Die Flugzeuge und Hubschrauber auf dem Deck fanden wir dann aber überraschend spannend. Manchmal bleiben gerade solche ungeplanten Zwischenstopps gut in Erinnerung.

Anschließend ging es aufs Wasser. Vom Boot aus konnten wir Manhattan noch einmal als Ganzes betrachten, statt immer nur zwischen den Häusern nach oben zu schauen. Auf der anderen Seite lag New Jersey. Trotz der Wolken war allein dieser Blick auf die Skyline schon die Fahrt wert.

Liberty Island und Ellis Island waren zu unserer Reisezeit wegen der Folgen eines Sturms noch nicht wieder zugänglich. Unsere Tour führte deshalb an der Freiheitsstatue vorbei, ohne dass wir dort an Land gingen. Das war etwas schade, aber immerhin konnten wir sie aus der Nähe sehen.

Mein erster Gedanke war tatsächlich, dass sie kleiner wirkte, als ich es nach all den Filmen erwartet hatte. Beeindruckend war der Anblick trotzdem. Auf einmal stand dieses bekannte Motiv wirklich vor uns, und wir waren nicht mehr nur Zuschauer vor einem Bildschirm.

Harlem: eine andere Seite von New York

Nach der Bootstour nutzten wir den Bus für eine Fahrt Richtung Uptown und Harlem. Nach den vielen Wolkenkratzern in Midtown und Downtown tat dieser Wechsel gut. Die Straßen und Häuser wirkten anders, und wir bekamen zumindest einen kleinen Eindruck davon, wie unterschiedlich die Viertel sein können.

Am Apollo Theater wären wir vermutlich vorbeigefahren, ohne es sofort zu erkennen. Erst der Audioguide machte uns darauf aufmerksam. Genau für solche Hinweise war die Rundfahrt bei unserem ersten Besuch hilfreich. Natürlich ersetzt der Blick aus dem Bus keinen ausgedehnten Spaziergang. Für einen ersten Überblick hat es uns aber gefallen.

Auf dem Rückweg standen wir schließlich so viel im Verkehr, dass wir etwa auf halber Strecke ausstiegen. Zu Fuß weiterzugehen war in diesem Moment die angenehmere Lösung. Unser nächstes Ziel war ohnehin der Central Park.

Central Park: kurz durchatmen zwischen den Hochhäusern

Nach den Straßen, Bussen und Menschenmengen fühlte sich der Central Park wie eine kleine Pause an. Gerade dieser Wechsel hat mir gefallen: eben noch mitten im Verkehr, kurz darauf zwischen Bäumen und deutlich mehr Ruhe.

Wir liefen ein Stück durch den Park und genossen es, einfach etwas langsamer unterwegs zu sein. Für eine große Runde reichte unsere Zeit leider nicht. Es blieb bei einem ersten Einblick, aber selbst der war nach dem vollen Programm sehr willkommen.

Wenn ich auf diesen Teil der Reise zurückblicke, hätten wir hier gern länger bleiben können. Wir wollten beim ersten Mal möglichst viel sehen. Der Park war einer der Orte, an denen uns bewusst wurde, wie schnell dabei die Zeit vergeht.

Grand Central Terminal und unser Abschied vom Times Square

Ein weiterer Stopp war das Grand Central Terminal. Von außen wirkte das Gebäude auf mich zunächst weniger auffällig als erwartet. Innen sah das ganz anders aus. Die große Halle und die vielen Details haben uns sofort gefallen. Zwischen all dem stand dann auch noch ein Apple Store – ein interessanter Kontrast.

Mein iPhone war nach den vielen Fotos inzwischen fast leer. Im Apple Store konnte ich es noch etwas aufladen. Kein besonders spektakulärer Reisemoment, aber durchaus wichtig, wenn man den Rest des Aufenthalts weiter fotografieren möchte.

Zum Abschluss landeten wir noch einmal am Times Square. Ein Foto vom Hard Rock Cafe, ein letzter Blick auf die Werbung und ein Hotdog vom Straßenstand. Günstig war der nicht gerade, geschmeckt hat er trotzdem. So ging unser kurzer Aufenthalt in New York zu Ende. Am nächsten Tag wartete mit Orlando schon die nächste Station auf uns.

Unser Fazit zum ersten New York Kurztrip

Für uns war dieser Aufenthalt ein intensiver erster Eindruck von New York. Die Skyline vom Empire State Building, die Lichter vom Top of the Rock und die Fahrt zur Freiheitsstatue waren die großen Bilder dieser Reise. Genauso in Erinnerung geblieben sind aber die stillen Minuten am Memorial und die Pause im Central Park.

Wir hatten uns viel vorgenommen und mussten manches abkürzen. Die Brooklyn Bridge sind wir nur zur Hälfte gelaufen, für den Park blieb wenig Zeit, und an einigen Orten wären wir gern einfach länger geblieben. Genau das nehme ich aus diesem Kurztrip mit: Man kann in kurzer Zeit unglaublich viel erleben, sollte aber auch Platz lassen, um die Stadt auf sich wirken zu lassen. Unser erstes New York war jedenfalls alles andere als langweilig.