Fjordcruise in Spitzbergen nach Pyramiden

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Wer sich über Spitzbergen – Svalbard – informiert, der wird auch über die Geisterstadt Pyramiden etwas gelesen oder gehört haben. Die alte, eigentlich verlassene Kohlenminenstadt der UdSSR ist ein beliebtes Ziel, wenn man hier oben in Spitzbergen Urlaub macht. Um dorthin zu kommen, bleibt einen nur die Fahrt mit einem Schiff. Wir hatten für diese Tour mit Henningsen Transport & Guiding einen tollen Partner gefunden, der mit einer Fjordcruise in Spitzbergen nach Pyramiden Touristen führt.

Abholung am Hotel für die Fjordcruise in Spitzbergen nach Pyramiden

Wir wurden fast pünktlich von unserem Hotel in Longyearbyen abgeholt. Ein Reisebus der Firma fuhr vor, es wurden kurz die Namen abgeglichen und dann konnten wir in den Bus einsteigen. Wir fuhren nun also in Richtung des Piers, wo das Schiff des Touranbieters vor Anker liegt.

Eine kurze Erklärung unseres Guide Kristin sagte uns, dass wir uns alle zuerst im vorderen Bereich des Schiffes aufhalten sollen, damit wir die Sicherheitseinweisung alle bekommen. 

Nach kurzer Zeit, es ist alles nah bei einander, erreichten wir den Hafen und konnten direkt auf das Schiff.

Die Langøysund – Das Schiff für den Fjordcruise in Spitzbergen nach Pyramiden

Das Schiff bot den gut 25 Touristen genug Platz. Es war im unteren Bereich eine große Kabine vorhanden, in der auch die Sval Bar war, und es gab kurz davor 2 kleinere abgetrennte Bereich.

Für die Aussicht bot das Schiff den vordern Bereich um den Bug und auf dem Oberdeck im hinteren Bereich. Alle Bereich konnten die ganze Zeit genutzt werden. Nur die Bordküche und der Maschinenraum war natürlich für uns gesperrt.

Sogar auf die Brücke konnte man ohne Probleme gehen. Es sollten nur nicht mehr als 3 Passagiere gleichzeitig sein. Sonst wäre es zu voll und zu eng. Und der Kapitän muss das Schiff ja auch sicher steuern.

Der Fjordcruise in Spitzbergen nach Pyramiden

Für die Fjordcruise in Spitzbergen nach Pyramiden rechneten wir mit ca. 3 Stunden. Es war am Morgen noch etwas windig und es wurde uns schon angekündigt, dass wir im Bereich des Sassenfjorden einen stärkeren Wellengang zu erwarten haben.

Und das war dann auch so. Nach gut 45 Minuten erreichten wir diesen Bereich und da wir Wind von Osten her hatten, aber in diesem Bereich keine Berge, die den Wind aufhalten könnten, peitschte der Wind das Wasser ganz schön auf.

Aber auch das war nach einiger Zeit überstanden. Es war für 10 Minuten ganz schön heftig, aber dann erreichten wir den Fjord nach Pyraminden, der von Bergen umgeben war. Also wieder eine angenehme Weiterfahrt.

Für den Fall, das jemand Seekrank wird, hat die Crew dafür Reisetabletten an Bord. Wer weiß, dass er das schnell wird, der sollte die relativ früh nehmen. Es dauert ja auch, bis die wirken.

Dann konnten wir auch endlich die tolle Gegend hier genießen. Es wurde etwas heller. So wie es ohne Sonne hell werden kann. Es ist eher eine andauernde Dämmerung zwischen 11 Uhr und 15 Uhr. Aber man konnte sehr gut die Berge, die den Fjord umgeben sehen.

Fjordcruise in Spitzbergen nach Pyramiden – BBQ an Bord der Langøysund

Die Crew bereitete gegen 11:30 Uhr den Grill auf dem Schiff vor. Das bedeutete, dass es bald das Mittagessen geben sollte.

Spare Ries, Lachs und Wal stand auf dem Speiseplan, mit Reis, Nudelsalat und Brot als Beilage.

Das Essen ist im Preis der Tour inklusive und ist bei einer großen Gruppe als Büffet aufgebaut.  Getränke können an der Bar erworben werden, Trinkwasser wird kostenfrei zur Verfügung gestellt.Das übrigens die ganze Tour über.

Wenn man mehr Hunger hat, kann man sich auch gut ein zweites mal anstellen. Das ist kein Problem. Einfach Essen bis alles weg ist, dann muss auch nichts entsorgt werden.

Wir haben den leckeren Lachs und die Spare Ries gewählt. Das war hervorragend gegrillt und schmeckte wirklich super. Und es war auch genau das richtige Essen, um gleich an Land durch die Stadt zu spazieren.

Fjordcruise in Spitzbergen nach Pyramiden – Die Ankunft am Hafen von Pyramiden

Dann war es so weit und wir sahen ein paar Lichter am Horizont. Die Stadt Pyramiden zeigte sich in einem etwas grauen Schleier.

Die Wolken wollten einfach nicht weichen.

Nach 3 Stunden legten wir am Hafen von Pyramiden an und wurden von einem Bus empfangen. Ja, es leben und arbeiten noch Menschen hier, dazu gleich aber mehr.

Uns blieb ein wenig Zeit am Hafen, um ein paar Fotos zu machen, dann wurde unsere Reisegruppe von unserem neuen Guide Galya, von der Grumant Artic Travel Company, die hier die Tour in Pyramiden führen wird, übernommen. ´Dann steigen wir in einen Bus und fuhren keine 3 Minuten zum Ausstiegpunkt.

Fjordcruise in Spitzbergen nach Pyramiden – Ein Stadtrundgang durch Pyramiden

Wir wurden von Galya durch die Stadt geführt und wir hielten immer mal wieder an, um ein Stopp zu machen. Dann erklärte Sie der Reisegruppe etwas über Pyramiden, die bestimmten Gebäude und auch, wie viele Menschen jetzt hier leben und arbeiten.

Info zu Pyramiden

Pyramiden ist eine alte Kohlenmine mit Siedlung russischer Art. Die Stadt erhielt ihren Namen durch die pyramidenförmige Gebiergsstruktur.
Die ehem. UdSSR wollte auch hier Kohle im großen Stil fördern. Bis 1998 waren hier bis zu 1000 Menschen ansässig, was auch bedeutete, dass Pyramiden die größte nördlichste Siedlung war. Jetzt ist es Longyearbyen.

So leben und arbeiten hier seit 2007 und im Moment ca. 40 Menschen. Viele Arbeiter richten gerade das Hotel her, und verhindern den Zerfall der Stadt es gibt Personal in dem Hotel und ebenfalls ein paar Guides, die hier auch die ganze Zeit über sind.
Galya erklärte uns, dass sie hier 4 Monte verbracht hatte und jetzt im Oktober und November nur noch die Tagestouren begleitet. Es gibt aber auch Guides, die den ganzen Winter über hier Zeit verbringen und auf Touristen warten.
Die meisten Touren werden aber für das Frühjahr bis zu den Sommermonaten angeboten. So gibt es dann Ausflüge mit dem Schneemobil, Trekking Touren uvm.

Wir liefen also vom „Wahrzeichen“ Pyramiden in Richtung der bebauten Fläche. Vorbei an Kohleförderbändern, Leitungen und allem, was man nun mal braucht um Kohle zu fördern.

Leider war für die Stadtrundführung kein Besuch an der Mine selber geplant. Der Weg bis nach oben würde ca. 45 Minuten brauchen. Aber auch eine Besuch der Förderbänder am Fuße der Anlage war nicht möglich. Schade, wäre das doch genau das, was der Grund für Pyramiden ist. Die Kohleförderung. Aber man konnte alles gut sehen und auch festhalten.

Fjordcruise in Spitzbergen nach Pyramiden – Kantine, Sport- und Kulturhaus und das Hotel

Der Rundgang in Pyramiden führte uns in die alte Kantine. Wir konnten nur in die Gebäude gehen, die uns von unserem Guide vorgestellt worden sind. Teilweise gibt es Licht, meisten aber nicht. Hier in der Kantine war kein Licht vorhanden. Eine Taschenlampe oder Kopflampe ist bei der Tour daher ratsam.

Alles wirkt hier, als wäre alles Hals über Kopf verlassen worden. Selbst die Pflanzen wurden ihrem Schicksal überlassen.

Von der Kantine ging es nun zum Sport- und Kulturhaus. Dort waren ein Kino, Musikräume, Sporthalle und auch Kunsträume für die Einwohner vorhanden

Gerade die Sporthalle mit den noch vorhandenen Bällen wirkt sehr skurril. Wie gesagt, Hals über Kopf – und ein wenig gespenstig. Gerade durch die durchgehende Dämmerung bzw. immer dunkler werdende Umgebung.

Dann gingen wir in Richtung Hotel. Das einzige wirklich bewohnte Gebäude in Pyramiden. Dort leben die „Einwohner“ der Stadt und es können sich auch Touristen Einbuchen.

Wie sollte es auch anders sein, gibt es natürlich hier ein Souvenirgeschäft. Aber verständlich, ist dies ja auch ein besonderer Ort.

So kann man von hier auch Post verschicken. Wer bekommt schon eine Karte aus einer Geisterstadt? Dieses mal ausnahmsweise meine Eltern. Ich denke, die beiden werden sich freuen. Und ich bin gespannt, wie lange die Karte brauchen wird. 

Wir haben auch etwas für zu Hause gekauft.Der Magnet für den Kühlschrank darf nicht fehlen. Das hat bei uns Tradition.

Aber auch ein T-Shirt und vor allem Kohle aus dem Bergbau von Pyramiden habe ich mitgenommen.

Nebenan befindet sich eine kleine Bar bzw das Tulpan Restaurant des Hotels mit russischen Getränken und selbst gemachten Gebäck. Das übriges sehr sehr lecker war. Wenn hier Übernachtungsgäste im Hotel eingecheckt haben, dann ist auch ein Per-Order Meal möglich. 

Gerade wenn man mehrere Tage hier oben verbringt, ist es gut zu wissen, dass für einen gekocht wird, wenn man nach einer langen Tour zurückkommt.

Wichtig, Kartenzahlung ist hier nicht möglich Wie auch. Es gibt kein Internet, keine Telefon. Daher ist es wichtig Bargeld mitzunehmen. Ob nun Dollar, Euro oder NOK ist dabei egal. Und nicht gerade die größten Scheine einpacken. Den Fehler haben wir gemacht, aber wir haben es gelöst bekommen, nämlich noch ein Gebäck gekauft.

Fjordcruise in Spitzbergen nach Pyramiden – Die Rückfahrt nach Longyearbyen

Die Rückfahrt war leider unspekakulär. Durch das schlechte Wetter sah man leider nichts. Schnee und wolkenbehangene Berge zierten den Fjord. Und die Fahrt vom Billefjorden über den Sassenfjorden in den Isfjorden war wieder durch starken Wind und Wellengang geprägt.

So erreichten wir etwas später als gedacht, 17:45 anstatt 17:00 Uhr den Hafen von Longyearbyen.  Das lag daran, dass wir länger in Pyramiden geblieben sind.

Wir verblieben im Gegensatz zu den anderen Passagieren auf dem Schiff, da wir im Anschluß an diese Tour mit der gleichen Firma die Polar Night Fjordcruise gebucht hatten.

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