SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichtern

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichtern

21. Februar 2022 0 Von Sebastian Krettek

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichtern

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichter nach Oslo - stratosphärische Wolken

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichtern – Oder wie interessant kann ein inneneuropäischer Flug in einem Narrowbody Flugzeug so sein?
Aber erst einmal der Reihe nach. Unser Urlaub am Tor zur Arktis in Tromsø war vorbei und wir hatten einen Abend Flug nach Oslo. Wie auch auf unserem Hinflug änderte SAS diesen ein paar Mal, bis wir dann den Abendflug vor uns hatten. Das bedeutete auch eine kurze Nacht in Oslo.

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichtern – Check In

Wir erreichten den Flughafen ganz entspannt mit einem Taxi von unserer Unterkunft aus. Viel los war hier nicht und wir wollten unser Gepäck am Self CheckIn abgeben, aber das schien aus irgendwelchen Gründen nicht zu funktionieren. Warum, zeigte das System nicht an. Also auf zum einzig besetzten Schalter und das Gepäck persönlich abgegeben.

Es wurden noch kurz unsere Dokumente gecheckt inkl. Impfausweis und Einreiseanmeldung für Deutschland und dann war das Gepäck bis nach Düsseldorf durchgecheckt. Für Oslo hatten wir das Notwendige ins Handgepäck verstaut.

Auch der Sicherheitscheck ging schnell, denn wir hatten keine weiteren Fluggäste vor uns.

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichtern – Das Boarding

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichter nach Oslo - stratosphärische Wolken
Boarding SK4431 nach Oslo

Wir hatten den Flug im SAS Plus Tarif und dadurch eigentlich auch den Lounge Zugang hier in der SAS Cafe Bar in Tromsø, doch die gibt es im Moment nicht mehr, denn der Flughafen wird zur Zeit umgebaut.

Für das Boarding wurde pünktlich aufgerufen und wir machten uns auf den Weg zum Gate. Die Wege sind hier am Flughafen nicht wirklich lang. Geboardet wurde wie überall. Zuerst Familien mit Kindern und Hilfsbedürftige, dann nach den SAS Tarifen und Star Alliance Statuskunden.

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichtern – Sitz und Service an Bord

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichter nach Oslo - stratosphärische Wolken
Sitzplatzreihe in Boeing 737-800

Auf dem Flug von Tromsø nach Oslo setzte SAS eine Boeing 737-800 ein. Die Maschine hat die neuere Kabinenausstattung. Flachere Stühle, Steckdosen und USB Slots an den 3er Reihen. Leider hatte die Kabine noch die alte Beleuchtung und nicht das neue Moodlight, welches einfach viel angenehmer für die Augen ist. Wenn ich mich recht erinnere haben nur die neuen A320neo, die alle Boeing 737 Flugzeuge ersetzen werden, die neue Kabine und das neue Beleuchtungssystem in der Kabine.

Wir hatten unsere Sitzplätze in der ersten Reihe. Das war für den Flug auch perfekt gewählt. Warum das so war, zeige ich euch im nachten Absatz.

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichtern – Der Flug

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichter nach Oslo - stratosphärische Wolken
Enteisung am Flughafen Tromsø

Bevor wir von Tromsø in Richtung Oslo starten konnten, wurde die Boeing 737-800 enteist. Dann starteten wir in Richtung Oslo mit einem schönen Blick über die Stadt. Leider nur kurz, denn die Wolkendecke war sehr niedrig und dicht.

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichter nach Oslo - stratosphärische Wolken

Dennoch ist der Blick auf die beleuchtete Stadt in Richtung Storsteinen wunderschön.

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichter nach Oslo - stratosphärische Wolken
Service an Bord von SAS

Kurz nach erreichen der Reisehöhe schaltete man die grelle Beleuchtung der Kabine ein und begann mit dem Service. Auf dem innennorwegischen Flug gab es nur ein Getränk und die Wahl zwischen etwas Süßem, Salzigen oder einer Polarrolle.

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichtern – stratosphärische Wolken

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichter nach Oslo - stratosphärische Wolken
stratosphärische Wolken – linke Flugzeugseite

Ich hatte meine DSR Kamera mit am Sitz, denn ich hoffte auf Nordlichter. Zumindest bis wir den Polarkreis erreichten. Ich hatte meinen flexiblen Aufsatz für Objektive dabei, der ermöglichte ohne viel Lichtblendung durch Scheiben zu fotografieren. Leider verkomplizierte die grelle Kabinenbeleuchtung die Fotografie, aber ich nutze Annas Schal um das Fenster vor der Spiegelung des Lichts abzudunkeln.

Aus dem Fenster sah ich Wolken, die höher am Himmel standen, als der Rest der Wolkendecke und vor allem auch höher als unsere Reisehöhe von knapp 12.000m. Ich schoss ein paar Bilder mit der Kamera und sah, dass es keine normalen Wolken waren. Es waren stratosphärische Wolken, oder auch Perlmuttwolken.

Polare Stratosphärenwolken, nach ihrem Aussehen auch als Perlmuttwolken bekannt, treten in der Stratosphäre in Höhen über 20 km auf, meist im Bereich von 22 bis 29 km. PSCs können nur bei Temperaturen unter −78 °C entstehen.

Quelle: wikipedia

Wir hatten auf dem Flug das erste mal diese Art der Wolken sehen dürfen. Sie sind natürlich nicht nur im dunkeln sichtbar, auch am Tage kann man sie sehen. Ob nun am Boden oder im Flugzeug ist dabei egal.
So eine Sichtung freut einen sehr und der Anblick der Perlmuttwolken war wirklich interessant.

Und dann wechselte Anna auf die andere Seite des Flugzeuges, denn auch dort war die erste Reihe unbesetzt.

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichter – Nordlichter

SAS Flug mit Perlmuttwolken und Nordlichter nach Oslo - stratosphärische Wolken
Nordlichter im Osten – rechte Flugzeugseite

Und wir hatten an diesem Abend und auf diesem Flug doppeltes Glück. Zuerst die stratosphärischen Wolken und nun auch noch Nordlichter. Und der Nordlichtbogen war sehr gut mit dem Auge sichtbar. Er erschien in einem satten Grün. Dazu folgte später noch weiß und pink.

Das nenne ich doch ein tolles Abschiedsgeschenk aus dem Norden. Zum einen die für uns neuen Perlmuttwolken und dann zusätzlich Nordlichter. Vorher hatten wir auf unserem Trip eher weniger Glück mit dem Wetter und unsere Touren bescherten uns zwar schöne Nordlichter, dennoch waren eher Wolken und Schnee das Prägnanteste des gesamten Urlaubes.

Der Rest des Fluges war sehr entspannt. Durch den Flug in Richtung Süden konnten wir das Nordlicht nicht mehr durch das Fenster sehen. Zusätzlich saß nach dem Service nun eine der Flugbegleitenden in der ersten Reihe. Auf unserer Seite verzogen sich auch die Perlmuttwolken. Nach 1.5 Stunden Flugzeit landete die Boeing 737 pünktlich in Oslo.

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