Snæfellsnes – Miniatur Ìsland

Snæfellsnes – Miniatur Ìsland

 

Snæfellsnes wird gerne auch das kleine Ìsland genannt oder Miniatur Ìsland. Warum? Das ist einfach zu erklären. Alles das, was es in Ìsland zu entdecken gibt, das gibt es auch hier in Snæefellsnes – Miniatur Ìsland zu entdecken.
Gletscher, Vulkane, Lavahöhlen, Schluchten, Berge, schwarze Sandstrände, Wasserfälle und vieles mehr gibt es hier auf der doch sehr dünn besiedelten Halbinsel zu entdecken.

Wir starteten unsere Reise auf die Halbinsel Snæfellsnes von der Sheep&Horse Farm Kopareykir in der Nähe von Borganes.

Und wir wurden von typischen isländischen Wetter begleitet. Regen, Wind und Schnee. Und das im Mai.

Eigentlich hatten wir auf dieser ersten Etappe schon einiges an Orten herausgesucht, die wir uns anschauen wollten. Aber es war so ungemütlich draußen, dass wir uns entschieden haben, erst einmal direkt Hellnar anzusteuern.

Und da man sich hier nicht verfahren kann, es gibt nur die eine Hauptstraße 54 in Richtung Hellnar, kann man auch an gewissen Punkten nicht vorbeifahren.

Wir geben euch hier ein paar Sehenswürdigkeiten an die Hand, die man auf jeden Fall ansehen sollte, wenn man sich auf der Halbinsel Snæfellsnes – Miniatur Ìsland bewegt und dort ein paar Tage verbringt.

 

Bjarnafoss

Der Wasserfall liegt direkt an der 54 und bietet einen tollen Anblick. Es gibt einen neugebauten Parkplatz kurz vor dem Wasserfall. Wir sind aber nicht näher herangegangen, da ich die meisten Wasserfälle sehr gerne von Weiterweg fotografiere.

Aber wir waren ganz in der Nähe von Melli Highlight. Diese Kirche stand jetzt schon ganz lange auf unserer Liste. Einfach zu finden. Man muss von der 54 nur links abbiegen in Richtung Hellnar bleiben und direkt die erste wieder links Richtung Budìr.

Búðir – Die schwarze Kirche

Unser nächster Stopp war Búðir – Die schwarze Kirche. Und kurz vorher sollte sich das Wetter auch bessern. Zumindest hörte der Regen endlich auf.

Die Kirche ist ein sehr schöne Fotomotiv, da sie komplett in schwarz gebaut wurde und es hier weit und breit eigentlich auch nichts weiter gibt. Ok, das Hotel von Budír gibt es hier noch, das war es aber. Dort kann man auch parken und ein wenig durch die Natur laufen.

An der Kirche selber kann man auch parken, dann versaut man den meisten aber ein gutes Foto.

Wer aber an der Kirche vorbei geht, der kommt an eine schöne Dünenlandschaft und kann dann einen tollen Blick auf die Küste erspähen.

Ab hier gibt es auch einen Wanderweg entlang der Küste, durch die Felder nach Hellnar. Hier wird die Zeit mit 8 Stunden angegeben. Bei diesem Wind und Wetter wäre das aber kein schönes Vergnügen, aber richtige Wanderer macht das sicher nicht viel aus.

Wir nahmen das Auto und fuhren weiter in Richtung Hellnar. Wir mussten aber direkt nach ein paar Minuten wieder anhalten. Warum?

Bei diesem Anblick sollte das geklärt sein. Trotz des schlechten Wetters hat man einfach einen tollen Anblick.

 

Arnastapi – Steilküste und Vogelvielfalt

Arnastapi bietet eine tolle Küste mit Klippen und Felsentoren und auch die Statue von Bárður Snæfellsás ist ein Besuch wert. Man kann hier sehr gut Vögel fotografieren und man ist zu dieser Jahreszeit (Mai) auch nicht alleine. Viele Fotografen tummeln sich hier. Nicht nur der Küste wegen sondern meist um die Vögel zu fotografieren oder beides gemeinsam.

Aber wundern tut das niemanden, bei diesem Anblick.

In der kleinen Stadt Arnarstapi hat man gleich mehrere Sehenswürdgkeiten.

Die Bárdar Saga Snæfellsás Statue ist ein aus Natursteinen gebauter Vikinger in Übergröße.

Sehr schönes Fotomotiv und Ausgangspunkt, um zu den schönen Klippen am Meer zu gelangen. Hier finden sich im Moment viele Natur- und Vogelfotografen ein, da die Vögel hier brüten und nisten.

Das Gatklettur ist ein natürliches Tor aus Felsen an der Küste von Arnarstapi. Entlang der Küste kann man ein wenig umher wandern und die schöne Küste bestaunen und fotografieren. Wer möchte, kann von hier aus auch bis nach Hellnar wandern.

Wenn man sich für die Wanderung von Budír aus entscheidet, kommt man hier übrigens auch vorbei auf dem Weg nach Hellnar.

Wir mussten aber noch um das Lavafeld, um dann Hellnar zu erreichen.

 

Hellnar – mehr als nur Übernachtungsort

Unser Hotel befand sich in Mitten von Hellnar. Wenn man von der Straße aus zum Dorf abbiegt, weiß man sofort, was ich meine. Es ist hier sehr klein und überschaulich. Ein kleines Fischerdorf mit Bauernhof, einem Kaffeehaus direkt am Meer und einem Hotel.

 

Das Kaffeehaus direkt am Meer können wir wirklich empfehlen. Wir haben dort eine Weile verbracht und man hat einen tollen Blick auf die Steilküste von Hellnar.

Lóndrangar – Rock Cliffs – Die Geschichte von 2 Trollen

Kurz hinter Hellnar gibt es einen tollen Aussichtspunkt, an dem man eine Formation von Klippen fotografieren kann. Es wirkt etwas skurril und der Sage nach sind hier 2 Trolle, Mann und Frau, während einer Diskussion, die bis zum Sonnenaufgang dauerte, zu Stein erstarrt. Die andere Version ist ein wenig anders. Aufgrund von Lava, Wind und Meerwasser soll diese Formation entstanden sein.

 

Welche nun stimmt, dass könnt ihr selbst bestimmen.

Auch hier kann man wieder wunderbar wandern gehen. Vom Parkplatz aus lässt es sich an den Klippen vorbei bis zum Felsen wandern und auch weiter bis zum nächsten Leuchtturm.

 

Djúpalónssandur Beach

Einen Abstecher zur Südwestlichen Küste bei Djúpalónssandur sollte man auf jedenfall machen. Nicht nur wegen dem atemberaubenden Strandabschnitt in Mitten der Klippen (zum Baden nicht geeignet), sondern auch weil hier noch zwei weitere Besonderheiten auf Besucher warten.

Die erste ist etwas trauriger Art, denn hier ist damals ein britischer Crawler vor der Küste gesunken. Diverse Überreste sind als Warnung und Kulturgut am Strand verteilt geblieben.

Die zweite Besonderheit ist der Wettkampf mittels Steinen, der hier stattgefunden hat, um an Bordvon Schiff eine bestimmte Postion inne zu haben. Dafür gab es 4 verschiedene Steine mit unterschiedlichen Gewichten, von 25kg – 150kg.

 

Aber falls sich niemand dafür interessiert, reicht auch einfach der Anblick des rauchen Meeres und der schwarzen Steine.

Und man muss nicht meinen, dass hier alles sehr eng ist.

 

Diese Bucht ist schon ganz schön groß. Wobei ich gerne einmal wissen möchte, wie weit das Meer wirklich kommt. Es scheint, als ob hier schon mehrere Meter unterschied entstehen können.

Und dann ging es weiter in den Norden der westlichen Küste in Richtung Ólafsvík.

 

Der Strand Skardsvík

Aber wie sollte es anders sein. Es fing wieder an zu regnen, und es sollte auch nicht mehr aufhören bis nach Hellnar. So hielten wir noch an der Küste von Skardsvík an und machten bei Wind und Regen ein paar Bilder, bevor wir weiter in Richtung Ólafsvìk fuhren und wieder zum Hotel zu kommen. Leider hörte hier der Regen nicht mehr auf an diesem Tag.

 

Snæfellsnes – Miniatur Ìsland – Immer für ein Panorama gut

Neuer Tag, neues Glück. Vom Fosshotel Hellnar ging es für uns in Richtung Norden der Halbinsel.
Auf der Fahrt in Richtung Straße 54, die über die Bergkette in den Norden der Halbinsel führt, hatten wir ein tolles Panorama auf die südliche Halbinsel. Die Luft war klar und wir hatten einen herrlichen, weiten Blick.

Verwundert waren wir darüber, dass die Berghänge mit leichtem Schnee bedeckt waren.
Da hat der Regen sich in der Nacht wohl in Schnee verwandelt.

Kurz vor der Abzweigung hieltwir an einem Parkplatz an. Die Aussicht war, im Gegensatz zu gestern, einfach traumhaft.

Der Snæfellsjökull war fast wolkenlos, nur am Gipfel sammelten sich ein paar Wolken und hängen dort fest.

Aber weiter geht es über den kleinen Pass. Auch hier zeigte sich das isländische Wetter von gestern Nacht. Es lag überall Neuschnee und wir waren ja nicht wirklich hoch. Das Panorama von hier mit Schnee, Sonne und dem Blick auf das Meer ist schon verdammt genial.

Die 54 fuhren  wir nun im Norden weiter und hielten erneut an einem Parkplatz an. Neuer Parkplatz, neue Sicht.

Und die bescherte uns einen Ausblick auf die Westfjorde. Ein toller Anblick.

 

Unser eigentliches Ziel war nun in greifbarer Nähe.

Der Kirkjufell und Kirkjufellsfoss

Viele werden den einzigartigen Berg von wunderschönen Bildern aus dem Netz kennen. Ob mit Sonnenuntergang oder mit Nordlichtern, der Kirkjufell bietet ein einzigartiges Fotomotiv.

Wir waren relativ früh am Berg und es war schon einiges los hier am Parkplatz. Der Kirkjufell war leicht gepudert vom Schnee. Ende Mai sicherlich auch ein gutes Foto.

Ein Abstecher hier hin lohnt sich auf jedenfall. Es ist ein toller Berg, wenn auch nur von einer Seite etwas besonderes. Aber es ist wie ein kleines Wahrzeichen der Halbinsel.

Am Kirkjufellsfoss stauten sich die Fotgrafen, um ihr perfektes Foto zu machen. Leider schert die meisten dieser “Fotografen” die Absperrungen nicht und so wurde aus jedem Winkel fotografiert. Auch uns versuchte man zu verscheuchen, damit ihr Foto keine Menschen auf dem Bild hat, aber ich war selber dabei zu fotografieren – allerdings auf dem vorgegebenen Weg.

 

Berserkjahraun – Mit dem Auto durch das Lavafeld

Vom Kirkjufell fährt man nun durch die Stadt Grundarfjördur und weiter über die Brücke am Kolgrafarfjördur. Kurz danach gibt es eine Abzweigung nach rechts, die aber auch mit einem Schild für Sehenswürdigkeiten gekennzeichnet ist.

Wir wussten nicht, was uns hier erwarte würde, aber wir hatten eine grandiose Fahrt durch ein riesiges Lavafeld.

Das Berserkjahraun.
Laut Wikipedia entstand das Lavafeld aus einer Kraterreihe des Ljósufjöll-Vulkansystems vor ca. 4000 Jahren.

Es jedenfalls sehr beeindruckend, wie viel und wie sich die Lava hier ihren Weg gesucht hat und was für ein bizarren Anblick dieses Lavafeld bietet.

Das Lavafeld kann über die Straße von eigentlich jedem Auto durchfahren werden. Größere Löcher gibt es nicht. Wer allerdings etwas Sorge bei kleinen und tieferen Mietwagen hat, der sollte sich die Strecke immer genau angucken und wie wir, auch mal bei großen Pfützen aussteigen und die Tiefe messen.

In dem Lavafeld gingen wir kurz an einem kleinen Fuß spazieren und fuhren dann durch das Lavafeld zur Hauptstraße.

 

Die Raudfeldsgjá Schlucht

Kurz vor unserem Hotel befindet sich die Raudfekdsgjá Schlucht. Diese ist über einen Parkplatz und etwas leichterer Wanderung erreichbar.

Leider lag aber im Eingang noch so viel Schnee, der dabei war zu schmelzen und somit pappig und rutschig war, dass wir darauf verzichteten, weiter in die Schlucht zu klettern.
Andere waren zwar schon etwas weiter geklettert, aber während der kurzen Unterhaltung mit einem anderen Touristen sagte dieser, dass es einfach zu gefährlich sei.

Manchmal soll es einfach nicht sein und für ein Foto riskiere ich sicher keine Verletzungen oder mehr.

Snæfellsnes – Miniatur Ísland

Das, was wir auf der Hinfahrt am Anfang der Halbinsel Snæfellsnes – Miniatur Ìsland nicht gesehen haben, haben wir auf der Rückfahrt nachgeholt. Das war nur Wetterbedingt, allerdings war an diesem Tag der Regen erneut unser Begleiter. Daher mussten wir natürlich dort halten, egal wie windig und regnerisch es ist.

Gerðuberg Klippen

Auf der Hinfahrt haben wir das aufgrund des Dauerregens total übersehen bzw. haben wir es, wie oben geschrieben, ausgelassen. Auf der Rückfahrt habe ich diesen Halt im Navi direkt eingespeichert.

Der Gerðuberg ist aus geflossener basaltischen Lava entstanden, die vom Meer abgekühlt, in sehr gleichmäßig verlaufenden Säulen erstarrt ist. Diese sind zwischen 1 und 1,5 m breit und 7 bis 14 m hoch. (Quelle Wikipedia)

Ein Abstecher lohnt sich, da man von der Straße 54 nicht weit fahren muss. Der Weg ist allerdings nicht einfach zu fahren. Auf der Schotterpiste sind etliche Schlaglöcher. Hier sollte man auf jeden Fall langsam fahren, wenn man nicht das richtige Auto zur Verfügung hat.

 

Snæfellsnes – Ein kleiner Eindruck von hometravelz

Einiges in diesem Text dürfte schon bekannt gewesen sein, wenn man denn ein Blogleser ist. Aus unserem Artikel über den 6 Tage Roadtrip haben wir einige Passagen natürlich übernommen, ein paar Dinge verändert und ein paar hinzugefügt.

Wer sich aber nur über die Halbinsel Snæfellsnes – Miniatur Ìsland informieren möchte, für den war dieser Text eine kleine Hilfe. Für 2-3 Tage wäre damit die Reise gefüllt. Man könnte aber sicherlich gute 2 Wochen hier verbringen und würde immer noch nicht alles sehen.

Wenn wir noch einmal nach Snæfellsnes – Miniatur Ìsland fahren bzw. hier einige Tage verbringen würden, dann würden wir den Winter wählen. Ich denke, das gibt hier auch noch eine ganz andere Art des Panoramas.

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