Tages Roadtrip durch den Süden von Island

Tages Roadtrip durch den Süden von Island

 

Unseren Mietwagen für den Roadtrip durch den Süden von Island haben wir über das Portal Guide to Island gemietet. Der Anbieter war Rent A Wreck.

Es war vereinbart worden, dass wir das Auto am Hotel entgegennehmen können.

Das klappte auch ohne Probleme und nur mit kurzer Verzögerung durch den morgentlichen Berufsverkehr und dem plötzlichen Neuschnee, wobei der die Isländer sicherlich nicht beeindruckte.

Unser Suzuki Jimny aus dem Jahre 2013 war ein 4×4 Jeep, der sich noch als sein Geld wert herausstellen sollte.

 

 

Tages Roadtrip durch den Süden von Island

Wir fuhren also gegen 08:45 Uhr vom Hotel los in Richtung Süden Islands.

Der erste Anlaufpunkt sollte das Flugzeugwrack am Strand sein.

Vorher bot sich aber noch folgender Sonnenaufgang, an dem ich nicht einfach vorbeifahren konnte. Also Kamera mit Stativ ausgerichtet und abgedrückt.

 

Langsamer Sonnenaufgang über Island

Hat sich doch gelohnt…

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Nach ca. 1,25 Stunden kamen wir an dem DC-3 Wrack an.
Hier für muss man nur der Ringstraße 1 folgen und Goolge Maps ein wenig vertrauen. Dann führt ein Weg durch einen Zaun in Richtung Strand und Wrack.

 

Das DC-3 Wrack am Stand

Bei gutem Wetter kann man mit allen Autos diesen Weg meistern. Sollte Schnee liegen oder der Untergrund Nass und schlammig sein, würde ich das nur mit einem 4×4 Jeep machen.

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Wir waren fast die einzigen an dem Ort. Ein weiteres Auto gesellte sich zu uns, fuhr aber nach kurzer Zeit wieder.

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Die DC-3 „Dakota“ der US Army musste am 21.11.1973 auf dem Strand von Solheimasandur notlanden. Das Wetter muss an diesem Tag sehr schlecht gewesen sein und die Tanknadel erreichte fast null. So entschied sich der Pilot zu der Notlandung und rettete so allen Besatzungsmitgliedern das Leben.
So wird es jedenfalls berichtet und lässt sich im Internet lesen.

Das macht es auch einfacher diese Bilder zu schießen.

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Viel wurde oder ist nun zerstört, aber es bietet eine skurrile Fotokulisse.

Als Update müssen wir aber nun mitteilen, dass eine Fahrt mit dem Auto zum Wrack nicht mehr möglich ist. An der Ringstraße 1 steht nun direkt ein Zaun und ein großer Parkplatz. Man ist nun gezwungen die 4km zu laufen oder eine Tour dorthin zu buchen.

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Dyrhólaey und Reynisfjara Beach

Dann machten wir uns auf dem Weg auf die Halbinsel Dyrholaey.

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Von hier hat man einen unglaublichen Ausblick auf den kilometerlangen schwarzen Sandstrand und die schneebedeckten Berge.

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Ein Blick auf das Felsentor, durch das bei ruhigen Tagen auch Boote fahren können.

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Der Leuchtturm wurde 1927 errichtet.

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Von hier hat man einen sehr schönen Blick auf die Felsnadeln von Vik, die Reynisdrangar.

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An diesem Tag herrschte ein eisiger Wind und die Wellen peitschten nur so gegen die Felswände und an den schwarzen Strand.
Wenn die Wellen richtig stark waren und das Wasser hoch spritzte, fror es an den schwarzen Felsen einfach fest.

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Tankstop in Vik

 

Da wir noch einen weiten Weg vor uns hatten, mussten wir in Vik kurz tanken.

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Noch ein kurzer Blick auf die Wetter- und Straßenverhältnisse und dann ging es weiter.

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Ok, noch kurz ein Foto der Kirche und dann ging es weiter.

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Gletscher vom Auto aus

Nach gut 2 Stunden erreichen wir langsam das Hvannadalshnukur, ein Vulkanmassiv des Oraefajökull. Den ersten Gletscher konnten wir vom Auto aus schön erkennen.

Aber wir wollten ja noch weiter und ein Besuch wäre nicht möglich, da es keinen Weg gibt.

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Jökulsarlon und die untergehende Sonne

Dann erreichten wir in der Abenddämmerung den See Jökulsarlon, die Glacier Lagoon.

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Und der Anblick ist der Wahnsinn. Ein riesiger See voll mit Gletscherstücken. Diese lösen sich von der Gletscherzunge des Breidamerkurjökull ab und treiben dann in dem See. Die Eisberge erreichen eine Größe von bis zu 15 Meter.

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Man sieht und hört richtig die Bewegung in dem See, der ja auch mit dem Meer verbunden ist.

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Ein unvergesslicher Anblick und definitiv eine Reise wert.

Bedenkt man die Anfahrt von 4h 20min von Reykjavik aus. Gerade im Winter fährt man dann schon mal im Stockdunklen durchs Land.

 

 

Fazit des Tages Roadtrip durch den Süden von Island

 

Wir würden diese Reise zu dieser Jahreszeit nicht mehr machen, da das Wetter einfach unberechenbar ist. Das wussten wir ja im Vorfeld, aber das wir von Vik bis Reykjavik in einen Schneesturm geraten würden, damit konnten wir nicht rechnen. Vor allem, da ich beim Tanken auf dem Heimweg noch die Wetter Infos, wie beim Hinweg, überprüfte.

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Aber leider führte unser Weg direkt hinein. Schnee von oben ist ja wirklich schön, kommt dieser aber von der Seite und von oben und von hinten, hört der Spaß leider auf.

Wir erreichten unser Hotel „etwas“ verspätet, ich glaube 4 Stunden später als das Navi anzeigte, aber ohne stecken zu bleiben und ohne Unfall oder Schramme am Auto, worüber wir wirklich glücklich sind, denn auf dem Weg sahen wir ein paar verunglückte Autos, was die Situation nicht wirklich positiver werden ließ. Zum Glück waren die Insassen unverletzt.

 

Ein Fazit zu diesem Ausflug: Man kann es machen, wir würden es nicht mehr machen. Aber man sollte sich aber wirklich über das Wetter und das Wechselhafte im Klaren sein. Die Straßenverhältnisse sind anderes als bei uns und ähneln manchmal eher minderwertigen Landstraßen.

Ich würde im Winter jedem raten sich einen guten 4×4 Jeep zu leihen, wenn man unbedingt auf eigene Faust den Weg bestreiten will.

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